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Eine Wolke - 1000 Möglichkeiten (ownCloud - Teil 2)

ownCloud einrichtenVor einer Woche hat es mich gepackt und ich habe auf einem meiner Root-Server eine Instanz von "ownCloud" installiert und eingerichtet, um mir die Software mal anzusehen.
Tja .... - und wie das IT-Leben so spielt, wird aus "mal eben" oft auch etwas dauerhaftes. - So geht es mir mit "ownCloud" ... MEINER CLOUD :D 



Aber fangen wir am Anfang an:
Nachdem ich das System in kürzester Zeit am Laufen hatte, war natürlich die Frage: 


... und jetzt?
 

Was sollte, wollte, konnte ich mit meiner eigenen Cloud tun?
Interessanterweise war eine der Reaktionen auf meinen ersten Artikel: "Hab ich mir auch schon angesehen, aber nicht so richtig verstanden, was man damit macht. Sah aber mächtig aus." ... und genauso ist es.

Zunächst präsentiert sich das Interface recht "übersichtlich" mit fünf intuitiv zu begreifenden Icons. ownCloud - StartscreenNatürlich sind alle Bereiche leer.
Allerdings ... dem Nutzer von Webkalendern dürfte an dieser Stelle schon eine kleine Frage den Rücken hinaufkriechen ... "Welches Format wohl der Kalender spricht?"

Wer schon mehrmals sämtliche Kontakte von mobiler Plattform zu mobiler Plattform kopieren musste - gleichzeitig seine Mailkontakte verfügbar halten wollte, aber immer ein "ungutes" Gefühl bei der Verwendung von Services, wie z.B. Google, hatte, ... dem dürften "lange Zähne" beim Gedanken an eine zentrale Kontaktverwaltung wachsen. - UND JA, das alles ist möglich, davon aber später.

-

OK, halten wir uns nicht mit dem kleinen Navigationsfirlefanz auf, den jeder leicht selbst herausfindet und gehen in die Vollen. Durch Apps ist "ownCloud" enorm erweiterbar. Nahezu "jedes" Feature ist durch Apps nachrüstenbar.
DerAdministrator findet den Zugang dazu hier:
ownClouds - Settings Bei den Apps wird zwischen zwei Arten unterschieden:

1.) Die sog. "Intenal Apps" - also Apps, welche Teil des Systems sind, aber noch nicht aktiviert wurden. 
2.)
"3rd Party-Apps", Erweiterungen, die nicht von den "ownCloud"-Entwicklern stammen.

Einige "3rd Party-Apps" werden in der Installation gefeatured, sind aber (meist) noch nicht physisch installiert. Die angezeigten Apps lassen sich über einen Button aktivieren, bzw. deaktivieren und stehen sofort allen "ownCloud"-Nutzern zur Verfügung.
Die "3rd Party-Apps" sollten theoretisch aus einem Repository automatisch heruntergeladen und dann aktiviert werden. Das Repository gehört zu dieser Website: http://apps.owncloud.com

Leider funktionierte dieser Weg nicht bei meiner Installation, was eventuell daran liegt, dass ich "ownCloud" nicht über eine "Quelle", sondern händisch via Archiv installiert habe. - Deshalb muss ich die gelisteten Apps genauso installieren, wie Apps, z.B. von http://apps.owncloud.com, auch.

Das ist recht einfach, denn alle Apps residieren hier:
ownCloud - Apppath

Man lädt sich also die gewünschte App als Archiv herunter und entpackt sie in "[installationspfad]/apps", in ein eigenes Verzeichnis.

HINWEIS:
Eventuell sollte man vorher einen Blick ins Archiv werfen, ob ein Verzeichnis vorhanden ist oder nicht. Zusätzlich sollte der Name des Verzeichnisses geprüft werden, da etliche Apps da etwas "eigen" sind.

Kaum dass die App in dem Verzeichnis gelandet ist, findet man sie auch in der App-Liste. Ein Klick auf "Aktivieren" und schon ist sie einsatzbereit.
Das Schöne an den Apps von http://apps.owncloud.com ist, dass sie alle durch das ownCloud-Team auf Kompatibilität getestet werden. Solange die Revision noch läuft, ist der Download blockiert. 

Ich habe natürlich im ersten Wahn gleiche jede verfügbare App installiert. Man kann sich vorstellen, dass es danach etwas unübersichtlich wurde. ;D - ... ABER das System ist stabil geblieben und auch das Error-Log bleibt leer, was für die Qualität der Apps und des Systems spricht.

(Zukünftig werde ich die ein oder andere App beleuchten und vorstellen.)

Ehe ich meine Cloud im Produktiveinsatz betreibe, bedarf es natürlich noch ein wenig Absicherung
Als Webserver fungiert bei mir ein Apache, der mit allen notwendigen Härtungen versehen wurde. Da man jederzeit und überall auf seine Cloud zugreifen will, sollte jegliche Verbindung via SSL abgesichert werden. SSL erzwingenIn den Einstellungen von "ownCloud" lässt sich die Kommunikation via SSL (https) erzwingen. 


SSL-WarningNatürlich ist es nicht zwingend ein "echtes" Zertifikat zu verwenden, wenn die Benutzer der Cloud durch die Meldungen des Browsers nicht irritiert werden.

SSL - ZertifikatDa ich noch für andere Zwecke diese Domain verwende, habe ich mir ein sog. "Wildcard"-Zertifikat von der PSW-Group auf zwei Jahre besorgt. Für meine Zwecke reicht das "Lite"-Zertifikat vollkommen aus. 
Innerhalb eines Tages hatte ich die notwendigen Files in der Mail und binnen 15 Minuten auf dem Server eingerichtet.
... SSL zwangsweise aktiviert und BINGO! ;)

Während des Wartens auf das Zertifikat habe ich herausgefunden, wie simpel das Dateihandling, die Nutzerverwaltung, die Freigabe von Dateien und Verzeichnissen für andere Nutzer, Nutzergruppen oder die Öffentlichkeit funktioniert.
(Zukünftig werde ich hierüber auch die Kommunikation mit Kunden laufen lassen)

Damit steht die "Cloud-Basis".
Aber was macht ein "Cloud-Dienste" erst richtig aus? - Richtig!Clients und Anbindungen abseits des Browsers. - Die gibt es für "ownCloud" ... und zwar für jede Plattform!

Damit beende ich den 2. Teil meiner "ownCloud-Serie".

Viele Grüße

Maik

weiter Teile:
         - Mein persönlicher Start in die Cloud (Teil 1) 
         - Eine Wolke - 1000 Möglichkeiten (Teil 2) 
         - Draht in die Wolken: Clients (Teil 3)          
         - Hans Peter zieht in die Cloud (Teil4) (noch nicht online)

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